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Für die Energiewende muss auch das Stromnetz aus- und umgebaut werden. Doch vieles, was in der Diskussion als „intelligentes Stromnetz“ oder „Smart Grid“ bezeichnet wird, ist mehr eine Frage des Marktes als des Stromnetzes. Ein Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur schafft Klarheit – nicht nur bei den Begriffen.
Zeitmanagement Teil 44 - Den Veränderungsprozess bewusst gestalten
Zeitmanagement Teil 46 - Alternatives Verhalten im Arbeitsalltag
Thomas Nordmann (TNC) hat eine kurzweiilge Zusammenfassung des 27. OTTI PV Symposiums gemacht. Besonders lesenswert finde ich seine "persönlichen Gedanken" zum Schluss, die der Leitkuh auch Hinweise zur Demokratie mitgeben.
Zeitmanagement Teil 43 - Zwei Säulen der Veränderungsstrategie
Geplante Kürzungen bei der Photovoltaik - Gute Argumentation ist jetzt wichtiger denn je
Ich habe auf dem OTTI Industrieforum am 27. Februar 2012 in einem eingeladenen Vortrag zum Marketing von PV-Produkten „Tipps und Argumente für die Kommunikation mit Endkunden“ gegeben. Angesichts der besonderen Situation stelle ich die Vortragsfolien und einen aktualisierten Text zum Download bereit.
Die geplanten Änderungen am Erneuerbaren Energien Gesetz verunsichern viele Kunden. Da ist es wichtig, besonnen und mit guten Argumenten den weiterhin gültigen Nutzen der Photovoltaik aufzuzeigen. PV ist eine sehr sinnvolle Investition, es ist eine von drei Säulen der Energiewende bei der Stromerzeugung.
Wie das im Verkaufsgespräch oder bei der Marketingkommunikation konkret aussieht, erläutern die bereitgestellten Unterlagen an mehreren Beispielen mit Grafiken und Zahlen.
Aufruf zu einem Runden Tisch Energiewende
“Wehe denen, die sich weigern zu folgen, wenn das Licht sie ruft.”
Fritz Werner
Während des OTTI Photovoltaik Symposiums in Kloster Banz vom 29.2.-2.3.12 war natürlich die geplante Kürzung der Einspeisevergütung durch das Erneuerbar Energien Gesetz ein großes Thema. Neben der direkten Betroffenheit war vielen auch unklar, welchen Sinn diese Änderungen haben, welche Interessen dahinter verborgen sind. Aus vielen Gesprächen habe ich folgende Faktenlage verstanden:
Das Energiewirtschaftsgesetz ist nicht für die Energiewende ausgelegt. Es regelt einen zentralen Markt mit wenigen Versorgern und vielen Abnehmern. Es schafft zum Beispiel wenig Anreiz für die Bereithaltung von Regelenergie, die Fluktuationen der Erneuerbaren auffangen könnte. Hier müs-sen ein Kapazitätsmarkt geschaffen und Regeln für ein dezentrales, bidirektionales intelligentes Stromnetz aufgestellt werden, um neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen.
Die Erneuerbaren Energien beginnen immer stärker in die traditionellen Geschäftsfelder der großen vier großen EVU einzuschneiden, die rund 80 % der Stromerzeugungskapazität betreiben. Sie ver-lieren durch die sinkenden Preise an der Strombörse und durch das Abschalten der Kernkraftwerke massiv an Umsatz und müssen Zehntausende Arbeitsplätze abbauen. Diese Gruppe ist vor allem damit beschäftigt, sich neu zu strukturieren kämpft um ein neues Selbstverständnis und das Über-leben.
Die Übertragungsnetzbetreiber und die Bundesnetzagentur kümmern sich um die technische Funk-tionstüchtigkeit des Netzes, nicht weniger und nicht mehr.
Die regionalen und kommunalen Energieversorger sind zwar oft innovativ. Sie haben aber zum einen nicht die nötigen Mittel für große Änderungen, zum anderen bricht ihnen gerade die Renta-bilität von Spitzenlastkraftwerken oder Kraft-Wärme-Kopplung weg, weil die Erneuerbaren durch den Merit-Order-Effekt die Preise an der Strombörse reduzieren.
Die Politik müsste in dieser Situation des Übergangs mit teilweise chaotischen Zuständen, energisch und an langfristigen Zielen der Nachhaltigkeit orientiert Rahmen setzen, die das unglaubliche wirt-schaftliche und gesellschaftliche Potenzial der Energiewende zum Wohle aller ausschöpft.
Viele Stimmen, die ich hörte sprachen von „Tankern“, die einfach weiter die Richtung fahren, in der sie schon immer fahren und davon, dass die Energiewende weder von der Bundesregierung noch den vier großen EVU wirklich mit dem Herzen und aus voller Überzeugung gewollt ist. Der versuchte Ausstieg aus dem Kernenergieausstieg Ende 2010, der radikale Ausstieg aus diesem Aus-stieg nach Fukushima und die Etablierung der Energiewende und jetzt die wenig nachvollziehbare Änderung des Erneuerbaren Energien Gesetz EEG, die einer dritten radikalen Kehrtwende innerhalb von 15 Monaten gleichkommt, vermitteln eher den Eindruck einer von den Umständen getriebenen statt einer weitsichtig gestaltenden Politik.
Ich glaube, dass alle Beteiligten nach bestem Wissen und Gewissen ihren Job tun, doch offensicht-lich ist das nötige Umdenken so groß, dass es für die Geburtshilfe eines neuen Energiesystems auch eines neuen Impulses bedarf. Ich möchte an dieser Stelle einen „Runden Tisch Energiewende“ vor-schlagen, der alle Akteure an einen Tisch bringt und auf gleichermaßen faire wie weitsichtige Weise die Energiewende aktiv voranbringt. Ziele sollten sein
- angemessene Berücksichtung der Interessen der alten und neuen Akteure
- Sicherung des Know-hows aus traditioneller und erneuerbarer Energiewirtschaft und Anreiz für Innovationen durch neue Geschäftsmodelle
- im Zweifel Vorrang für die übergeordneten Ziele der nachhaltigen Energieversorgung und des Gemeinwohls, die wissenschaftlichen Kriterien genügen müssen.