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Professionelle Kommunikation Teil 4
Bildlich gesprochen ist es mit der Kommunikation wie bei einem Eisberg - nur 1/10 ist an der Oberfläche sichtbar, der Rest ist unsichtbar, aber umso wirksamer.

Besonders gut drückt sich das in Tonlage, Gestik und Mimik aus – die Körpersprache lügt nicht. Wenn Sie mit zynischem Unterton jemanden abservieren, dann helfen auch kein sanftes Lächeln und gesalbte Worte, die „eigentliche“ Botschaft kommt rüber.
Im Geschäftsleben wird Sachlichkeit groß geschrieben. Der Abteilungsleiter, der wütend donnert: „Jetzt werden Sie doch endlich sachlich“ gleicht dem Kapitän der Titanic, der den Eisbergs erst zur Kenntnis nahm, als er haushoch vor ihm stand. Nach dem Eisbergprinzip gilt einfach, dass das Besprechen von Sachthemen (oberseeischer Teil - Sachebene) nicht für eine gelungene Kommunikation ausreicht. Die persönlichen Aspekte (unterseeischer Teil – Beziehungsebene) haben viel größeres Gewicht. Solange auf der Beziehungsebene etwas nicht stimmt, kommt das Sachthema nicht oder nur mühsam voran.
Umgekehrt kann die Beziehungsebene Konflikte auch gut entschärfen: Wenn Sie wertschätzend mit Ihrem Gegenüber umgehen, können Sie auf der Sachebene auch unangenehme Dinge sagen, ohne verletzend zu sein. Damit bringen Sie die Problemlösung voran.
Die Beziehungsebene bestimmt den Erfolg der Kommunikation.
Gute Kommunikation fängt bereits beim Denken über die andere Person an.
Wenn Sie z.B. von jemand denken, „So ein Trottel“, dann wird auch die professionelle Formulierung „Guten Tag, was darf ich für Sie tun?“ nicht für eine wirklich gelungene Kommunikation sorgen. Sie können das selbst einmal testen, wenn Sie von einem Call Center angerufen werden und nicht auf das Angebot eingehen. Wenn dann die Freundlichkeit in sich zusammenfällt wie ein Hefekuche im Kälteschock, dann war das kein Profi am anderen Ende der Leitung.
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