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Schon seit Mitte 2012 wird solare Prozesswärme gefördert. Mit solarer Wärme kann man nämlich nicht nur warm duschen. Mit Solarwärme kann man Dampfnetze in der Industrie unterstützen oder einfach Betriebsmittel vorwärmen. Viele Prozesse zum Beispiel in den Branchen Lebensmittel, Chemie, Pharmazie benötigen nur Temperaturen zwischen 40 und 140 Grad. Auch Anlagenbauer im Bereich Waschen, Kochen oder Trocknen können neue Produkte mit Solarunterstützung entwickeln. Auch für gewerbliche Anwendungen wie in Wäschereien ist solarthermische Prozesswärme ein attraktive Option. Allein in Deutschland wird das Potenzial für solare Prozesswärme bis 250 Grad auf 25 Gigawatt geschätzt.
Das Fraunhofer ISE hat in einer Studie dargelegt, dass nicht nur die Enrgiewende möglich ist, sondern sich Deutschland sogar innerhalb seiner Landesgrenze energieautark versorgen kann. Natürlich ist das angesichts der Einbindung in das europäische Verbundnetz nicht sinnvoll, aber es zeigt die Möglichkeiten!
Stromgewinnung mit Solarzellen durch Photovoltaik kennt jeder. Doch man kann mit Sonnenlicht und konzentrierenden Spiegeln so hohe Temperaturen erzeugen, dass damit in nachgeschalteten Dampfkraftwerken kostengünstig Strom erzeugt werden kann.
Solarthermie Techniken: Prozesswärme
Solarthermie Techniken:Kühlung und Klimatisierung
58 Prozent des deutschen Endenergiebedarfs gingen 2010 in thermische Anwendungen, von Raumheizung über Klimatisierung bis zu Prozesswärme. Hier liegt ein großes Potenzial für die Solarthermie.
Die letzten Kürzungen bei der Einspeisevergütung für Photovoltaikstrom nach dem EEG, haben viele deutsche Hersteller in Bedrängnis gebracht. Der deutsche Markt verliert an Attraktivität, internationale Märkte werden attraktiver. Das ist auch unter dem Aspekt der Internationalisierung aller Schlüsselbranchen sinnvoll.
Vor kurzem hatte ich Gelegenheit, das Megawatt Labor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg zu besuchen. Hier werden Zentralwechselrichter bis zu 1,25 Megawatt untersucht und gemäß der Mittelspannungsrichtlinie zertifiziert. Es war für mich der gefühlte Beweis, dass die Photovoltaik, die mich seit 35 Jahren begleitet. keine "additive" Energie mehr ist, sondern ein Teil der Energiewirtschaft geworden ist.
George Orwell beschrieb in "Farm der Tiere", wie die regierenden Schweine den demokratischen Grundsatz "Alle Schweine sind gleich" umgingen: "Some pigs are more equal than others". Daran musste ich denken, als ich am 13. Januar in der Badischen Zeitung las, dass Frau Merkel zu einem Energiegipfel nur die Vertreter der herkömmlichen Energiewirtschaft eingeladen hatte. Diese würden sich auch im Bereich der erneuerbaren Energien engagieren, deshalb sei dieser Bereich "durchaus vertreten".Später hieß es dann zur Begründung, warum man die erneuerbaren Energien drosseln müsste, "Schon jetzt müssen Atomkraftwerke wegen des Einspeisevorrangs für Sonnen - und Windstrom heruntergeregelt werden." Ja ist das nicht letztlich das Ziel - auch der Regierung ? Wenn man nicht wüsste, wie konsequent sich Frau Merkel bei internationalen Klimagipfeln stets für den Ausbau der erneuerbaren Energien einsetzt, könnte man glatt auf die Idee kommen, Sonne, Wind & Co haben ihre Hausaufgaben besser gemacht als die herkömmliche Energiewirtschaft und der Erfolg bedroht die Erträge aus der Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. Vielleicht sind doch einige Schweine gleicher als andere?
Wie wird sich der PV Markt in 2011 entwickeln? In Diskussionen mit Marketing und Geschäftsleitung von Händlern, Installateuren, Planern, Projektentwicklern habe ich folgendes Bild gewonnen: